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Institut für Virologie und Immunbiologie

Lebensretter im Einsatz für die Forschung

Für die Entwicklung von neuen Medikamenten und Therapien in der Medizin ist Forschung unerlässlich. Um jedoch dort Fortschritte zu erzielen, müssen grundlegende Funktionsweisen des Körpers und der entsprechenden Gewebe bis in die Tiefe hinein bekannt sein. Um Krankheit zu verstehen muss zuvor vollständig verstanden sein, was den gesunden Zustand eigentlich ausmacht und ihn erhält. Damit befasst sich die Grundlagenforschung. Unser eigener Körper sowie seine Interaktionen mit allem, was ihn umgibt, ist so komplex, dass die Wissenschaft bisher noch nicht jeden einzelnen Vorgang vollständig aufklären konnte. Gerade die Funktionsweise unseres Immunsystems mit seinen vielen Komponenten, seinen Zellen und löslichen Bestandteilen, die durch den Körper wandern, miteinander zeitlich und räumlich versetzt interagieren, ist ein Wunder der Natur.

Der Komplexität eines solchen Systems kann man sich, je nach Fragestellung, in vielen kleinen Teilschritten nähern. In vitro Versuche an Zellkulturen, Mikroskopie von Geweben und Analyse von Patientenmaterial können zum Einsatz kommen. Computermodelle können ebenfalls helfen, bestimmte Prozesse im Körper zu analysieren. Jedoch stellt sich an einem bestimmten Punkt des Projekts meist die Frage, wie die Abläufe im lebenden Organismus tatsächlich aussehen – und wie sie reagieren, wenn man einen bestimmten Teil von ihnen zu modulieren versucht.

Voraussetzungen und Zweck unserer Tierversuche
  • Tierversuche dienen der Erforschung biologischer Grundlagen und zur Entwicklung von Therapien für den Menschen. Grundlagenversuche sind die notwendige Voraussetzung für die spätere Entwicklung von Therapien. Ohne Verständnis der Grundlagen kann man Therapien nur ausprobieren. Das ist gefährlich.
  • Tierversuche dürfen nur nach behördlicher Genehmigung durchgeführt werden und unterliegen der  ständigen Kontrollen durch den Tierschutzbeauftragten, die Regierung von Unterfranken und das Städtische Veterinäramt. Geheime Tierversuche gibt es nicht. Die Anzahl der zu verwendenden Tiere ist limitiert, wird durch eine biometrische Planung berechnet so dass nur die minimale Anzahl von Tieren genehmigt wird.  Als Alternative werden bereits viele Versuche statt in Tieren wenn immer möglich an Zell- oder Gewebekulturen durchgeführt.
  • Nur speziell ausgebildetes und geschultes Personal darf Tierversuche durchführen. Die hier arbeitenden Wissenschaftler führen Tierversuche mit größter Sorgfalt durch. Tierversuche müssen immer einen Zweck erfüllen. Sinnlose Tierversuche und unnötige Belastungen für die Versuchstiere sind nicht im Sinne der hier arbeitenden Wissenschaftler.
  • Tierversuche sind teuer und bringen uns keinen finanziellen Profit. Sie werden aus Forschungsgeldern finanziert für die von den Wissenschaftlern Anträge zu stellen sind.  Deshalb ist es unser Interesse, die Versuche an so wenigen Tieren wie möglich durchzuführen. Das begrenzt die Tierzahlen und spart darüber hinaus auch Geld.
  • Nicht jeder darf einfach Tiere töten. Das Töten von Tieren, um bestimmte Zellen in Zellkulturen zu verwenden, setzt eine fachliche, sowie wissenschaftlich-ethische Schulung voraus und darf nur nach anerkannten Methoden erfolgen. Damit ist die Regelung wesentlich strenger als in anderen Bereichen, z.B. der Ungezieferbekämpfung beim Erwerb und der unkontrollierten Nutzung einer Mausefalle.
Tierversuche sind erfolgreich!
Welche Tiere werden am VIM verwendet?

Zusammensetzung der Versuchstierarten am VIM

 

Wie schwer ist die Belastung der Versuchstiere?

Belastungsgrade der verwendeten Tiere am VIM im Jahr 2014

 

 

 

Wie viele Tiere werden jedes Jahr am VIM verwendet?

Wieviele Tiere werden jedes Jahr am VIM verwendet?

 

Tötung für Zellkulturen & in vitro Versuche (TwZ = Töten zu wissenschaftlichen Zwecken): Die vielfach geforderte Verwendung von Zellkulturen anstelle von Tierversuchen wird von uns bereits umfassend genutzt (wo möglich auch Zelllinien und humane Zellkulturen). Versuche mit Zellkulturen sind weniger zeitaufwendig und kostengünstiger durchzuführen, können aber nie die Gesamtwirkung auf einen Organismus abbilden oder Nebenwirkungen auf andere eigentlich unbeteiligte Organe widerspiegeln. Virusinfektionen beschränken sich oft nicht auf ein Organ und das Immunsystem muss überall im Körper aktiv werden können.

Haltungsbedingungen unserer Tiere am VIM

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Versbacher Straße 7
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Medizin, Geb. E5
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