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    Institut für Virologie und Immunbiologie

    Arbeitsgebiete:

    Pathogenese der Masern und anderer Morbilliviren, Infektion des zentralen Nervensystems (ZNS) und Speziesspezifität der Infektion.

     

    Das Masernvirus (MV) gehört zusammen mit dem Hundestaupevirus (CDV) und einigen anderen Säugetierviren zum Genus Morbilliviren der Familie Paramyxoviridae. Masern ist keine „einfache“ Kinderkrankheit, sondern kann eine Reihe Komplikationen von Durchfall, Lungenentzündung, Erblindung, bis hin zur letalen Enzephalitis verursachen. Weltweit sterben jährlich über 100.000 Kinder an Masern. Da eine effektive Impfung verfügbar ist, hat die Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) das Ziel erklärt, die Masern auszurotten, was allerdings aufgrund sozioökonomischer Probleme in vielen Ländern nur schwer zu verwirklichen sein wird.

     

    Ziele des Arbeitskreises sind die Untersuchung der molekularen Grundlagen des Tropismus und der Virulenz von Masern- und Hundestaupeviren. Es wurden die Rezeptorbenutzung und Mechanismen der Virusaufnahme, sowie Möglichkeiten der Inhibition der Infektion, sowohl durch chemische Substanzen, als auch durch kurze interferierende (si)RNAs untersucht. Ein Mausmodell der persistierenden Masernvirusinfektion des ZNS, das teilweise die humane Erkrankung subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) simuliert, wurde dazu benutzt die Abhängigkeit der Infektion von der adaptiven Immunantwort und regulatorischen T-Zellen zu analysieren. Weitere auf die Infektion Einfluss nehmende Mechanismen wie Veränderungen in der Zellmembran und intrazelluläre Wirtsfaktoren als intrinsische Faktoren oder als Teil der angeborenen Immunantwort werden untersucht.

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    Institut für Virologie und Immunbiologie
    Versbacher Straße 7
    97078 Würzburg

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